Ausbildungsziele der Psychosomatische Grundversorgung

Ziele auf Seiten des Arztes:

  • größere Gelassenheit im Umgang mit den z. T. als schwierig empfundenen Patienten entwickeln
  • größere Kompetenz und damit größere Sicherheit bei der Stellung psychosomatischer (Ko-)Diagnosen
  • mehr Kompetenz in Bezug auf die Versorgungsstrukturen für diese Patientengruppe und daher die Vermittlung dieser Patienten
  • die Möglichkeit, diese Patienten bis zu einem gewissen Punkt selber psychosomatisch/psychotherapeutisch zu versorgen
  • größere Zufriedenheit bei der Berufsausübung
  • weniger Angst, weniger negative Gefühle und daher weniger Stress im Umgang mit diesen Patienten
  • Entlastung durch größere diagnostische Sicherheit, ggf. auch beim Erkennen schwerst beeinträchtigter und daher – zumindest im ambulanten Rahmen – kaum behandelbarer Patienten

Ziele auf Seiten des Patienten:

  • sich beim Arzt verstanden und sicher fühlen
  • ein psychosomatisches Krankheitskonzept als nutzbringend verstehen
  • Vertrauen fassen und halten, daher größere Bereitschaft zur Compliance, auch bei Maßnahmen und Veranlassungen, die nicht primär gewünscht waren
  • daher weniger Arztwechsel initiieren
  • (insbesondere bei funktionellen und chronischen Syndromen) mehr Bereitschaft zur Selbsthilfe und Hilfe von Innen entwickeln, dadurch partielle Emanzipation vom Medizinsystem
  • ggf. die Empfehlung zu einer weiterführenden ambulanten oder stationären Psychotherapie im engeren Sinne annehmen können

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